Willkommen im moondoo!

WILD and free since 2008

Im Kaleidoskop der Nacht

c Eva Napp
c Konstanze Habermann
c Eva Napp
It's a soul thing: Newcastle's very own Smoove & Turrell. c Tim Schnetgoeke
c Eva Napp
c Eva Napp
Crowd cheering Max the sax (Parov Stelar Band). c Eva Napp
c Eva Napp
c Florian Schueppel
c David Burghardt

Schlagworte, mit denen sich das Nachtleben kategorisieren lässt, gibt's viele. Aber wo kommen wir hin, wenn die Grenzen zwischen diesen Kategorien fließend werden? Wenn Musikstile genauso ineinanderübergehen wie die subkulturellen Milieus? Wenn sich hinter allen Differenzen Neuland auftut?

Reeperbahn 136. Das schmale Fachwerkgebäude aus dem 19. Jahrhundert könnte auch am Filmset von Harry Potter stehen. Seine historische Fassade suggeriert Kontinuität, doch der Eindruck täuscht - hinter den trutzigen Mauern herrscht seit Jahrzehnten Bewegung. In den 50ern lockte hier das Hippodrome mit nackten Schönheiten, die auf Pferden durch die Manege ritten. In den 60ern wurde die 136 als Top Ten weltberühmt - hier spielten die Beatles, die Kinks, die Les Humphries und andere Helden der Beat Ära. In den 90ern machten die House-Nächte des La Cage von sich reden. Irgendwann begann sich das Betreiberkarussell zu drehen, dann gingen Lichter aus. Bis 2008...

Mit der Eröffnung des moondoos ist die schillernde Adresse zurückgekehrt in den Schoß der Reeperbahn. Inspiriert vom Roxy, Save The Robots, Dancetaria, der Paradise Garage und anderen sagenumwobenen New Yorker Nachtclubs, die einer der Betreiber in den 70er/80er Jahren gerne frequentierte, atmen die völlig umgestalteten Räume den Geist des Eklektizismus. Vintage trifft Utopia, Babylon trifft Brooklyn, syrisches Blattgold trifft rohen Backstein: Auf den zwei Etagen des moondoos kommt vieles zusammen, vereinigt sich und bildet etwas Neues. Das gilt selbstverständlich auch für die Musik.

House, Funk oder Electro? Im moondoo ersetzen wir das "oder" durch das "und" - und schließen Disco, Rock'n'Roll, Brazil, R'n'B, Dubstep, Afrobeat, Breaks, Rap, Latin, Techno, Soul, Reggae, Jazz und all die anderen Genres im Sinne der frühen Blockparties mit ein. Altes, Neues, Originale, Edits, Raritäten, Hits: Unser eklektisches flackerndes Sounduniversum, das am ehesten Afrika Bambaataas "True School"-Begriff entspricht und den Club weit über Hamburg hinaus bekannt gemacht hat, kennt keine Berührungsängste - aber Nuancen (siehe Infoboxen unten). Ob am Donnerstag - der vom Hochschulmagazin "Uniscene" veranstaltet wird -, am alternativen, international besetzten Freitag oder am universellen wilden Samstag: Im Schmelztiegel von Sankt Pauli bildet das moondoo einen weiteren, ein Kaleidoskop der Nacht, in dem sich Menschen, Musik und Architektur ständig neu und dynamisch miteinander verbinden.


Donnerstag

uniscene

Student Night Madness

c Eva Napp
c Eva Napp
c Eva Napp
c Eva Napp
c Eva Napp

Seit neun Jahren gilt die Uniscene-Partyreihe des gleichnamigen größten Campus-Magazins als Klassiker am Donnerstag. Mit ihrem Umzug ins moondoo haben die Macher ein neues Kapitel aufgeschlagen.

"Ich brauch' Tapentenwechsel", raunte Hildegard Knef in einem ihrer Chansons - und offensichtlich ging's den Jungs un Deerns von der Uniscene genauso. Im Frühjahr 2011 packten sie ihre Diskokugeln und Platten ein und zogen nach sechs Jahren frei nach dem Motto "Let's groove on, cause it's time to move on" vom Nobistor ins moondoo. Ihr legendärer "Study Club"(so hieß die Partyreihe früher) erobert jetzt als "Fakulspät für Nachtkultur" neues Terrain. Der große Ansturm spricht für sich.

Jeden Donnerstag ab 23 Uhr begehren Hunderte Einlass, um im bunten Glanz der Discolichter Richtung Wochenende zu tanzen. Schön: Unter die Campus-Szene mischt sich immer mehr Nachtvolk jenseits des UNI-versums. Dudes und Dandies, Drags und Dolls, Vans und Comme de Garçon: im Schmelztiegel der "Fakulspät" ist alles drin - für Studenten, die einen gültigen Studentenausweis vorlegen, sogar freier Eintritt.

Den Soundtrack zur Nacht servieren Uniscene-DJs wie Luke Rogers Jr., die sich mit gutem Gespür für die richtigen Beats durch House und Electro mischen - und sich für den einen oder anderen Groove-Klassiker glücklicherweise nicht zu schade sind. Im Basement gibt's Ausgesuchtes aus R'n'B, Funk, Rap, Soul und Co., aufgelegt von Dam-On.


Freitag

One floor under a groove: Parov Stelar Band is smashing the place. c Eva Napp
UK-Soul diva Alice Russell at her Live PA. c Andreas Kayales
Music lovers are getting close with Max the sax (Parov Stelar Band). c Eva Napp
UK-Soul-singer Turrell after soundcheck. c Tim Schnetgoeke
Like dynamite: Lex Empress (Kraak & Smaak) is firing up the crowd. c Eva Napp
c Andreas Kayales
Can you feel it? Chicago's House legend Robert Owens. c Eva Napp
US-Rapper Donald D (left) strikes a pose with a local B-Girl. c Andreas Kayales
Swinging moments with the amazing Parov Stelar Band. c Eva Napp
Fetsum is thrilling the crowd at the Red Bull Live Session. c Florian Schueppel

CMYKLub

Underground calling

Auch im Schatten des Mainstreams tobt das (Nacht)Leben. Der moondoo-Freitag* feiert seit sechs Jahren die kleinen und großen Helden des internationalen Undergrounds. Von A wie Afrika Bambaataa bis Z wie Zero 7.

Clubkultur ist ständig in Bewegung. Aus Newcomern werden Festival-Headliner, aus kleinen Trends werden große, aus vergessenen Genres wird ein globales Revival. Der Freitag im moondoo repräsentiert seit über sechs Jahren neuen frischen Sound aus der ganzen Welt. Und seine Protagonisten gleich mit. Von Underground-Stars wie Todd Terje, Horse Meat Disco und Tensnake über Legenden wie Ashley Beedle, Kenny Dope und Afrika Bambaataa, bis hin zu Up-and-Coming-Acts, denen eine große Karriere erst bevorsteht: Wir laden sie nach Hamburg ein. Und das oft genug vor allen anderen.

Mitte 2014 haben wir das Konzept der Nacht verfeinert. Aus dem "Salon de nuit" wurde die CMYKlub-Serie, die einen völlig neuen DJ-Typus eingeführt hat - den Resident auf Zeit. Ausgesuchte Top-Turntablists übernehmen für drei Monate eine Residency und kuratieren das Line-up der Gast-DJs mit. Den Anfang machte DJ Katch, Tastemaker aus Frankfurt am Main und einer der gefragtesten Künstler des Freestyle.

"... alles, was Kennerherzen höher schlagen lässt." (NDR Info)

*Bei Sonderveranstaltungen an Freitagen, die nicht als CMYKlub angekündigt sind, z.T. abweichendes Programm.


Samstag

c Andreas Kayales
c Peter Hundert
c Andreas Kayales
Hip-Hop-pioneer & moondoo-Darling Charlie Funk at work. c Andreas Kayales
c Eva Napp
c Andreas Kayales
c Andreas Kayales
c Andreas Kayales
Priceless: Kate Nash's throwing a spontaneous iPod-DJ set. c Andreas Kayales
c Andreas Kayales

ballroom

Saturday Night Wildstyle

Hands-Up-Hymnen, unvergessene Rare Grooves, dazu die Geheimwaffen aus den Plattenkisten (inter)nationaler DJs: Im Ballroom explodiert die Samstagnacht im Inferno genreübergreifender, wilder Beats.

Wenn sich am Samstag die Nacht wie ein schwarzer Mantel über Sankt Pauli legt, verwandelt sich das moondoo in einen schillernden bunten Ballsaal, in dem sich Hedonisten aus allen Distrikten (und darüber hinaus) im Wunsch nach Rausch und Ekstase vereinen. Der Sound, der die Tänzer zusammenhält, ist als "Saturday Night Wildstyle" weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden. Was kann man sich darunter vorstellen?

"Saturday Night Wildstyle" ist eine eklektische Mischung aus Soul, Electro, R'n'B, Breakbeat, House, Rock'n'Roll, Funk, Dubstep, Disco und Co, die sich durch ein superbes Verhältnis aus neuen und wiederentdeckten Clubhits, All-time-Favorites und ungehörte, unerhörte Überraschungen auszeichnet, wobei am Schluss der Groove das letzte Wort hat. So sehen wir das, so spielen wir das.

Im Ballroom servieren wir diesen Sound z.B. in Form von Crookers, Mark Ronson, Kraak & Smaak, Aretha Franklin, Rihanna, Fort Knox Five, James Brown und anderen Souldiven, House-Heads, Rock'n'Rollern, R'n'B-Chicks, Rasta-Dudes und so weiter. Zu den Resident-DJs zählen der legendäre US-Hip-Hop-Pionier und Oscar-dekorierte moondoo-Darling Charlie Funk ("The Charlie Funk Show"), der Frankfurter Wildstyle-Maestro Julian Smith, sowie die Hamburger DJ-Heroen Detlef "Dedl" Mack und Tybreak.

 "Am Schluss sind alle T-Shirts nassgeschwitzt, alle Make-ups verschmiert und alle Gesichter am Strahlen." (OK! Magazin über die Charlie Funk Show)