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Norman Jay MBE (Good Times Soundsystem, London)

Norman Jay MBE (Good Times, London)

Mit seiner über vierzigjährigen Karriere als DJ gilt der Londoner Turntable-Veteran Norman Jay als einer der profiliertesten Vertreter seiner Kunst. Seine ersten Sets droppte er in den frühen Siebzigern. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte konnte er nicht nur die Geburt zahlreicher moderner clubmusikalischer Styles wie Acid Jazz, Disco und House bezeugen, sondern auch maßgeblich zu ihrer Diffusion beitragen - u.a. als Veranstalter, Labelberater, Radiomacher und natürlich DJ. 2002 wurde er dafür von Queen Elizabeth II persönlich mit dem MBE - Member of the Order of The British Empire - ausgezeichnet, der höchsten zivilen Auszeichnung im UK. Jay wuchs in einem musikaffinen Elternhaus aus - sein Vater sammelte Jazz, Blu Beat, Ska, Rock Steady Reggae, R'n'B und Soul - und legte mit zehn Jahren auf der Geburtstagsfeier seines Cousins erstmals selbst Platten auf. 1979 besuchte er die USA, speziell Brooklyn, NYC, und frequentierte die weltweit ersten Disco- und (Pre-)House-Clubs, u.a. das Studio 54, die Zanzibar sowie die Paradise Garage, wo er DJ-Pioniere wie Larry Levan, Frankie Knuckles und David Morales kennenlernte und mit vielen langjährige Freundschaften schloss. Inspiriert von den frischen Sounds, gründete er zurück in London das "Good Times Soundsystem" (das bis heute als Herzstück des Notting Hill Carnivals gilt) und entwickelte sich zu einem der gefragtesten englischen DJs, der vielen Kollegen - vor allem aus der House-Szene - den Weg ebnete. 1985 engagierte ihn Gordon Mac für den illegalen einflussreichen Piratensender Kiss.FM. Vier Jahre später beauftragte ihn Polygram, an der Seite mit Gilles Peterson, das Label Talkin Loud zu launchen, das sich in den kommenden Jahren als eine der wichtigsten Adressen für vorwärtsgewandten Sound etablierte. Ab Mitte der Neunziger fokussierte sich Jay aufs DJing und entwickelte sich zu einem Elder Statesman der Szene, der seitdem nicht nur auf unzähligen Parties und Festivals das reiche Erbe der Clubmusik verwaltet (und mit neuen Einflüssen verknüpft), sondern auch auf Private Events der Celebrities (Mick Jagger, Will Smith, Prince.). Zudem veröffentlichte er zahlreiche Compilations mit unterschiedlichsten Schwerpunkten. 2001 erschien der Film "Good Times", der Jays Biographie im Zeitraffer zusammenfasst - das Leben einer clubkulturellen Ausnahmepersönlichkeit, deren Wirken bis heute andauert.

Norman Jay@moondoo: 2010

@ moondoo 2010


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